Presse

08/10/2013

Oren Dror, Gründer der BrezelBar in Berlin

Oren Dror, Gründer der BrezelBar in Berlin

 

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Tip Speisekarte
Top Five, Morgens
4. Süß und deftig

In der Brezelbar startet man gut in den Tag mit Pausenbrot oder Weißwurstfrühstück

Da sitzt man also in dem kleinen Laden im Bergmannkiez, genießt den guten Kaffee und den frisch gepressten Orangensaft. Der erste Biss in die dick mit Frischkäse beschmierte Brezel ist herrlich. Wer sich kulinarisch noch mehr ins südliche Deutschland traut, bestellt das Bayern-Spezial-Frühstück. Mit Weißwurst. Es gibt aber alternativ auch Pausenbrot mit vitaminreichem, frischem Belag. Es gibt viele Ökoprodukte, und für den Kaffee stehen Bio- und Sojamilch bereit. Die vielseitige Brezel schmeckt übrigens auch als süße Morgenmahlzeit – dick mit Schokolade bestrichen oder überzogen. Beim Hinausgehen lacht der hausgemachte Kuchen aus der Vitrine und verführt zum Mitnehmen. Oder zum Bleiben. Warum nicht einfach den Laptop auspacken und sich auf den gemütlichen Chesterfieldsofas niederlassen, um sich während der Arbeit von den zuvorkommenden Kellnerinnen mit Backwaren und Kaffee verwöhnen zu lassen? In der Brezelbar kann man kaum der Versuchung widerstehen, sein Frühstück unendlich auszudehnen. Die Gemütlichkeit des Ladens und die Qualität der Speisen lassen es leicht verkraften, einige Minuten länger zu warten, wenn gerade viel Laufkundschaft eine „Brezel to go“ bestellt.

Janett Haid, Tip Berlin, 2010 _____________________________________________________________________

Berlin Now
http://se.berlinow.com/001651/bergmannstrasse-kreuzberg-berlin/

Bergmannstraße , Kreuzberg
Bergmannkiez i Kreuzberg är ett område som har blivit allt mer populärt de senaste åren. Nya caféer och butiker växer upp som svampar ur jorden i dessa trendiga kvarter. Berlin-charmen har man åtminstone hittills lyckats bevara.

Caféer
Riktigt goda bakverk, mackor och sallader bjuds det på i ett av Kreuzbergs populäraste kaféer, Cuccuma. Stora fönster och mycket ljus gör det här stället till ett perfekt jobbcafé. Om du är tidigt på plats kanske du kan säkra en av de bästa platserna på balkongen, med utsikt över både lokalen och gatan. Cuccuma ligger på vår topplista över Berlins bästa caféer.

Brezel Bar har en specialitet – kringlor, eller pretzels. Caféet, eller läsesalongen som man föredrar att kalla det, erbjuder ett mysigt lugn precis runt hörnet från Bergmannstraße. Kringlorna finns i många olika varianter, både salta och söta, och kaffet smakar bra det med. Vill du ta med dig datorn eller Ipaden finns det gratis wlan. Och ja, Brezel är tyska för just pretzel. brezelbar.de

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Berlin Now, 26.03.2011
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Jüdische Allgemeine Zeitung
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/9765

Wie’s Brezelbacken

Das Laugengebäck des Israelis Oren Dror kommt nicht nur im Kiez gut an

Oren Dror ist in Tel Aviv geboren, kam vor elf Jahren eher durch Zufall in die Stadt. Jetzt sagt er: »Ich bin ein Berliner.«

Nach Meinung des Instituts für die Qualitätssicherung von Back-waren (IQBack) kommen die besten Brezeln Deutschlands aus Heidelberg. Wie das Zeit-Magazin in der vergangenen Woche berichtete, erhielten dort im vergangenen Jahr vier Hersteller eine Auszeichnung für ihr Laugengebäck. Ungeachtet dieser Statistik der freiwilligen Bäcker-Kontrolle ist sich Oren Dror absolut sicher, dass »die besten Brezeln Berlins« aus Kreuzberg kommen.

Vor knapp einem Jahr hat der Israeli seinen Laden in der Friesenstraße eröffnet, mittlerweile verkauft er dort bis zu 3.000 Stück pro Tag. Er beliefert Bäckereien und Privathaushalte, und auch für die Berlinale gingen Bestellungen bei ihm ein.

Man kann sagen, dass Oren Dror mit seinen 32 Jahren eine ganz besondere Beziehung zu Brezeln pflegt. Die Teigrollen aus Laugenteig mit Salz, Schokosoße oder Butter obendrauf haben es ihm angetan.

Eigentlich wollte er nie nach Berlin, sondern nach Amsterdam. »Wir feiern da Silvester, aber machen ‘nen kurzen Zwischenstopp in Berlin«, sagte ein Freund damals zu ihm. Aus dem Zwischenstopp sind mittlerweile elf Jahre geworden. Amsterdam hat Oren bis heute nicht gesehen. »Ich bin ein Berliner«, sagt er, lacht, und setzt sich an einen der zierlichen Tische in der »Brezel Bar«. Der Sohn einer jemenitisch-deutschen Familie wuchs in Tel Aviv auf.

Sein Großvater Heinz Wolf war in Hamburg geboren und 1941 nach Schanghai geflüchtet. 1951 wanderte er nach Israel aus. Der heute 86-Jährige ist stolz auf seinen Enkel. »Ich war der Erste in der Familie, der Deutsch bei uns lernte«, sagt Oren und rührt in seinem heißen Orangensaft.

KARRIERE Oren Dror ist zierlich, die dunklen Haare locken sich auf dem Kopf, die ausgeprägten Lippen schnellen hoch und runter beim Sprechen. Er kam 2000 nach Berlin, mietete sich ein Zimmer in der Danziger Straße in Prenzlauer Berg – »graue Ödnis, Häuserfassaden und eine Tram, die direkt vor meinem Fenster hielt«. Oren machte einen Sprachkurs und verliebte sich in eine Deutsche. Für sie schrieb er sich in Betriebswirtschaftslehre ein, an der Universität in Freiberg. Doch BWL war nichts, stattdessen jobbte er jahrelang als Tellerwäscher und Kellner.

Ein Freund brachte ihn dazu, Brezeln in großen Körben zu verkaufen. Man kennt die Brezelverkäufer, die vor der Oper oder dem Hotel stehen und Kunden ihre Ware anbieten. Bei Oren war es auch so, aber bald hatte der Israeli ein dichtes Netzwerk aufgebaut. 2003 begann der Boom der Strandbars in der Stadt, und er ließ sich die Chance nicht entgehen: Immer wenn ein Laden neu aufmachte, war er der Erste vor Ort.

Bald hatte er Verträge mit den Gastronomen abgeschlossen und 16 Mitarbeiter. Die Zahl hat sich bis heute nicht geändert. Die Brezel-Vormachtstellung erweiterte er schließlich um Catering-Angebote. In der hüpfenden Technomasse zwischen Großem Stern und Ernst-Reuter-Platz aßen die Love-Parade-Teilnehmer Brezeln und tranken Caipirinha. Hinzu kam die gastronomische Versorgung in der Columbia-Halle bei Konzerten, die Oren bis heute macht.

LOUNGE Die »Brezel Bar« ist auch Leselounge. Am Eingang gegenüber der gläsernen Vitrine stehen Magazine und Tageszeitungen in einem Hängeregal. Ein paar Bücher stapeln sich auf freskenartigen Eckpfeilern unter der Decke. Unerreichbar, aber vorhanden. Ob jemand lesen möchte oder nicht, sei gar nicht so wichtig, sagt Oren: »Die Leute sollen sich wohlfühlen und das machen, worauf sie Lust haben.« Aber die Angebote seien eben entscheidend.

Im gesamten Laden, der einer schlauchförmigen Einzimmer-Wohnung gleicht, gibt es allein 20 Steckdosen, W-Lan für alle. Die Wände erinnern an bessere Zeiten – oben kahl, irgendwie abgewetzt, unten eine Tapete mit prächtigen dunkelblauen Emblemen. So als hätte jemand versucht, einen Ballsaal zu kreieren und es sich dann doch noch anders überlegt.

»In dieser Bar ist alles vereint, was Berlin für mich ist: Hausbesetzerszene, aber auch Prunk und Hotel Adlon«, sagt Oren. An den Wänden hängen bunte Collagen einer dänischen Künstlerin. Die Ausstellungen wechseln alle sechs Wochen. Also nichts da mit Zufällen, alles hat seinen Sinn.

FREUNDE Im Bergmannkiez ist Oren bekannt wie ein bunter Hund. Auf dem Weg zu seiner Bäckerei um die Ecke grüßt er Männer und Frauen. Motka, seine Labrador-Golden-Retriever-Hündin, wedelt dabei freudig mit dem Schwanz.

Oren schließt die Eingangstür auf. Eine Menora steht auf dem Wandregal. »Die hab ich hier in Berlin gefunden«, sagt Oren fast entschuldigend und lächelt. Religiös ist er nicht, aber »eine emotionale Bindung zu meinem Jüdischsein habe ich schon«. Dennoch, im Gegensatz zu vielen anderen Israelis in der Stadt hat Oren kaum jüdische Freunde. »Zu Anfang wollte ich das nicht, ich wollte Abstand zu Israelis«, sagt er. Jetzt freue er sich darüber, wenn er andere Israelis kennenlerne. Wichtiger sei ihm aber der Mensch an sich, sagt er.

Das wird auch deutlich, wenn er über soziale Verantwortung redet, über Bio-Milch und Nachhaltigkeit. Im März will Oren daher ganz Kreuzberg mit Biomilch-Cappuccinos beglücken. Aber das Brezelbacken bleibt seine Hauptbeschäftigung. Die Kunden freut’s: »Zwei mit Butter, bitte«, sagt eine Frau in der Bar und steckt die Tüte dann in ihren Beutel.

Liva Haensel, Jüdische Allgemeine Zeitung, 24.02.2011
Foto © Stephan Pramme

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Radio 94,3 RS2
https://www.rs2.de/content/display/key/cafe-brezelbar-leselounge

Café „BrezelBar LeseLounge“

Brezelfreunde aufgepasst! Im Kreuzberger Bergmannkiez finden Sie das gemütliche und originelle Café „Brezelbar LeseLounge“.

Hier bekommen Sie nicht nur zahlreiche Brezelvariationen, sondern auch Espressospezialitäten, Sandwiches oder auch Frühstücks-Menüs. Und ganz nebenbei können Sie in den verschiedenen Zeitschriften und Büchern schmökern oder kostenlos im Netz surfen. Liefern geht auch, oder Sie kommen einfach vorbei.

Wann: Mo.-Sa. 08-21Uhr, So. 09-21Uhr

Wo: Friesenstraße 2, 10965 Berlin Kreuzberg

Tel: 030 250 111 20

Info: www.brezelbar.de

94,3 RS2, Magazin, 04.02.2011

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Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/aus-der-lauge-in-den-backwerkhimmel/3703960.html

Aus der Lauge in den Backwerkhimmel

Trockener Stoff locker diskutiert: 44-Chefkoch Danijel Kresovic, Hans-Peter Wodarz und Sous-Chef Christoph Mezger analysieren die Eigenschaften der in Berlin gebackenen…

Die süddeutsche Brezel hat sich längst auch im Berliner Raum eingebürgert – unsere Probierrunde suchte nach den besten hiesigen Exemplaren

In der Essenswelt gibt es ein paar Dinge, denen wohnt ein Paradox inne wie Lebewesen ein Herz. Auf die Gefahr hin, dass es manchen überraschen mag – aber auch das tägliche Brötchen gehört zu ihnen. Sein unauflöslicher Widerspruch besteht darin, dass es sich einerseits von selbst versteht, zum andern aber, dass man immer wieder an seine Existenz erinnert werden muss. Letzteres hat natürlich mit seinem dienenden Charakter zu tun. Zumindest in kulinarischer Hinsicht denkt man doch zunächst an frische Butter und noch mehr an Käse, Wurst oder Konfitüre bevor einem Krume und Kruste in den Sinn kommen. Noch besser lässt sich das am gekochten Weißbrot, nämlich den Nudeln, verdeutlichen.

[…]

Nur das „Alpenstück“ machte den Bayern die Krone streitig. Und das mit Erfolg, denn die rötlich dunklen, recht unregelmäßig ausfallenden, in der Mitte hoch aufgegangenen Schleifen überzeugen mit mehr Aspekten, als man sie so einem Alltagsding zunächst einmal zuzubilligen bereit ist. Da wären neben der herrlichen Farbe, die sich vor allem einer konzentrierten Lauge verdankt, eine kuchige Note, die sich unwissentlich der Brioche annähert, eine Nussigkeit, die entfernt an Macadamia erinnert, sowie eine herbe Art. Sie nimmt dem beachtlichen Volumen die Mächtigkeit und stellt einen willkommenen Widerpart zu Süßrahmbutter dar – falls diese Gipfelbrezel aus dem Urstromtal überhaupt der Verfeinerung bedarf.

Back.Art, Kreuzberg, Dieffenbachstr. 12

BackHaus, Wilmersdorf, Nassauische Str. 16a

Bäckerei Alpenstück, Mitte, Schröderstr. 1

Bäckerei Sporys, Mitte, Rosenthaler Str. 82

Brezel Bar, Kreuzberg, Friesenstr. 2

Brezel Company, Neukölln, Lenaustraße 10

Fahland, Charlottenburg, Masurenallee 8-14

Tillmann, Wilmersdorf, Ludwigkirchstr. 14

Weichardt Brot, Wilmersdorf, Mehlitzstr. 7

Thomas Platt, Der Tagesspiegel, 14.01.2011,

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Berliner Akzente

http://www.berliner-akzente.de/stadt_szene/artikel_140857.php

[…]Leselounges in gemütlichen Cafés oder mit Blick aufs Wasser

In Berlin haben sich die meisten Bibliotheken inzwischen auf diese neuen Nutzerinteressen eingestellt. Das Luisenbad zum Beispiel hat 14 Computerplätze mit Internetanschluss, kleine Arbeitstische mit quietschbunten Stühlen und WLAN für alle, die ihren eigenen Laptop mitbringen. In der Mittelpunktbibliothek in der Köpenicker Altstadt wurden Sofa-Ecken vor den Fenstern mit Blick aufs Wasser eingerichtet. Ruhezonen mit Kaffeeautomat sind zwar noch nicht überall Standard, aber Bestseller-Service und Lernetagen schon.

Doch nicht nur in Büchereien, auch in Cafés hält der Trend zum öffentlichen Schmökern Einzug. Letzten Mai hat die BrezelBar in Kreuzberg eine eigene „Leselounge“ eröffnet. In der Friesenstraße, keine zweihundert Meter von Backstube und Lieferservice entfernt, bekommen Kunden jetzt nicht nur Kaffee und Laugengebäck in jeder erdenklichen Geschmacksrichtung, sondern vor allem eines: „Einen entspannten Ort zum Lesen, zum Arbeiten oder zum Unterhalten“, sagt Inhaber Oren Dror. […]

Marion Meyer-Radtke, Berliner Akzente, 14.12.2010
Fotos, Barbara Dietl

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Selogeraberlin
http://www.selogeraberlin.com/myberlinpause/?p=223

Les ballades de Madame Kreuzberg dans son quartier

Pour flâner à Kreuzberg Sud (61) entre Viktoriapark et Hasenheide

Je vous suggère deux ballades possibles. Les deux commencent dans la Zossenerstrasse, les deux se terminent dans un restaurant italien et les deux vous feront découvrir un parc magnifique. Pour ce qui est des différences : si vous choisissez la ballade vers l’Est, tout en découvrant quelques boutiques incontournables, vous passerez plus de temps dehors à jouir simplement de la beauté des rues aux vastes trottoirs et aux vitrines richement décorées. Si, en revanche, vous choisissez de partir vers l’Ouest, il s’agira plus de chiner dans les nombreuses friperies du quartier.

Vers l’Est en passant par le parc Hasenheide.

Si vous aimez commencer votre journée par un bon café, entrez dans le marché couvert Marheineke Markthalle et asseyez-vous à la Berliner Privat Roesterei qui se trouve à votre gauche quand vous entrez par la porte Nord. Après vous être attardés dans les nombreux stands de cette halle chauffée, prenez la sortie sud sur Bergmannstrasse. Avant de vous lancer dans la Grande Ballade au grand air, si vous souhaitez découvrir quelques boutiques, faites un petit saut dans la Frisenstrasse (en face de la sortie du marché). Sur le trottoir de droite, vous trouverez le Brezel Bar, pour faire votre provision de bretzels, puis, après avoir traversé la Arndtstrasse, toujours sur votre droite, un brocanteur intéressant et, pour les musiciens, encore un peu plus haut (ça monte vraiment !) le magasin de musique Nik au grand choix de partitions d’occasions. […]

Madame Kreuzberg, Selogeraberlin, 30.11.2010

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A Berlin
http://berlin.equipier.com/manger/recettes/brezel.php

Brezel

Pendant des années, je ne connaissais du Brezel que la version liquide du concombre masqué. Puis, pour faire un raccourci osé, je suis tombé sur le BrezelBar, près de MarheinekeHalle, dans Kreuzberg. Et comme on disait dans les pubs d’il y a des années, „l’essayer, c’est l’adopter“ ou „je n’ai qu’un regret, c’est de ne pas l’avoir connu plus tôt“.

Car le Brezel, c’est bon. (Comme on dit dans la réclame )

Recette :
Coupez votre Brezel en deux dans la longueur, attention, ce n’est pas facile, il faut une fine lame bien affûtée.
Tartiner de beurre, chaque tranche ainsi obtenue.
Saupoudrer les tranches beurrées ci dessus avec des fines herbes finement hachées,
Recoller les deux tranches, beurre contre beurre.
Manger. Le sel pétille sur la langue, les fines herbes se glisses entre les grains de sels avant qu’ils ne craquent ou ne fondent, le Brezel croustille dehors et fond dedans.

Oui mesdames et messieurs, le Brezel, c’est rudement bon.

Au BrezelBar le petit coûte 0,95€ et le gros 1€, mais on peut aussi manger sur place. La Stimung est bonne. Le latte machiato aussi. Un seul hic, dans le Brezel au fromage frais et fines herbes, les fines herbes sont déshydratées. Grosse erreur, que la serveuse, charmante, reconnaît, mais que le patron ignore. Alors si vous y allez, et malgré ce hic, je vous le recommande, signalez votre désapprobation. Luttons pour le bon!

BrezelBar
Friesenstr. 2
10965 Berlin

A Berlin, 30.11. 2010

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B.Z. – Berlin und Umland genießen

Heute schon geknuspert? Hier gibt´s Brezeln mit wirklich allem

Oren Dror wollte unbedingt Gastronomen werden. Der heute 32-jährige Israeli hatte viele Ideen, aber kein Geld. Also schnappte er sich vor sieben Jahren einen Korb mit frisch gebackenen Brezeln und zog durch Berlin.

Dror verkauft nicht nur die üblichen Salzbrezeln, sondern auch Brezeln mit Sesam, Mohn und Kürbiskernen. 2007 eröffnete er in Kreuzberg seine Brezelbar-Backstube und erfand neue Sorten dazu. Ein Zufallsprodukt war das süße Laugengebäck. Und das kam so: Oren war mit seinem Caipi-Stand auf dem Karneval der Kulturen auf 300 Kilo braunem Zucker sitzen geblieben. Er wälzte einfach Brezeln darin, die beim Backen schön karamellisierten – die Zuckerbrezel war geboren. Inzwischen gibt es auch weitere Süße mit einem Überzug aus weißer und dunkler Schokolade.

Die beliebteste ist allerdings nach wie vor die klassische Butterbrezel. Orens Favorit ist hingegen die Frischkäse-Schnittlauch-Brezel. „Davon könnte ich Tonnen essen“, schwärmt Dror. Aber Vorsicht, das sind Kalorienbomben!

Seit 2009 gibt es auch ein gemütliches Café im Kreuzberger Bergmannkiez: die Brezelbar LeseLounge. Mit gemütlichen Sitzplätzen, jeweils mit eingener Steckdose, Leselampe sowie W-Lan. Zur Stärkung gibt es natürlich jede Menge Brezeln (1 bis 2 Euro), aber auch überbackene Laugenstangen und belegte Brötchen.

B.Z., 22.10.2010 _____________________________________________________________________

Der alltägliche Wahnsinn

Die Brezelbar.

Mein handangefertigtes Kameratäschchen.

Warum ich die Brezelbar so mag? Sieht aus wie ein Wohnzimmer…

… hat einen Kronleuchter…

…frische Blumen und eine tolle Tapete…

…und knusprige Brezeln!

Lilies Diary, Der alltägliche Wahnsinn, 03.10.2010

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TIP Berlin
http://www.tip-berlin.de/essen-und-trinken/restaurants-und-bars/brezelbar

„Wir sind eine kleine Perle“, schwärmt der israelische Inhaber Oren Dror über sein Angebot.

Er hat sich mit Brezeln selbstständig gemacht, und das Konzept geht auf: Laugen-, Sesam-, Kürbiskern-, Schoko-, Zucker- und Frischkäsebrezeln. Aber das ist längst nicht alles. Sobald es etwas kühler ist, gibt es verschiedene Suppen wie Maultaschen- oder Brezelknödelsuppe. Die Frühstücksangebote reichen vom Weißwurst-, Fitness- bis hin zum allseits beliebten Chill-out-Frühstück. _____________________________________________________________________

Der Tagesspiegel
http://www.tagesspiegel.de/kultur/kuess-mich-halt-mich-lieb-mich/1943736.html

Küss mich, halt mich, lieb mich

Prinzessin Prachtvoll. Ella Endlich im Bühnenkostüm. – FOTO: MATHIAS BOTHOR

Melancholie und Kitsch: Die Kreuzbergerin Ella Endlich ist der Stern des Neo-Schlagers. Jetzt singt sie bei der Berlin Revue.

Wer ist denn dieses aprilfrische Frollein? Weißes Hängerkleid, romantisch plissiert, hübsche Figur, hübsches Gesicht und ein Lächeln, dass zu der Zeit, als es noch Fräuleins gab, kess genannt wurde. So steht sie bei der Berlin Revue im Admiralspalast auf der Bühne. Ella Endlich heißt sie, Anführerin der Neo-Schlager-Bewegung ist sie, sagt Gastgeber Mark Scheibe, und ihr Titel lautet: „Hier ist mein Herz“.

[…]

Vormittags in der Kreuzberger Brezelbar sieht Ella Endlich schon wieder so was von aprilfrisch aus. Eine Prinzessin im blauweißen Ringelpulli. Dass sie mit ihren 26 Jahren ein ausgebuffter Profi in der Musikbranche ist, schwingt immer mit. Im Lächeln, im Denken, im Reden. Ella Endlich hat schon ein paar Namen und Karrieren hinter sich. Geboren wird sie in Weimar als Jacqueline Zebisch. Nach der Wende kommt sie als kleines Mädchen nach West-Berlin. Ihr Vater Norbert Endlich, zu DDR-Zeiten Teil des Musikduos H & N, arbeitet hier als Produzent und Komponist für David Hasselhoff, Roland Kaiser und schließlich auch für Junia. Das ist Ella Endlichs erster Künstlername. Mit dem vom Vater komponierten Song „It’s funny“ landet sie als Popsternchen 1999 auf Platz 17 der deutschen Singlecharts und tingelt durch die Lande. Mit 16 reicht’s. Sie will mehr, andere, größere Musik kennenlernen und studiert Musiktheater an der Bayerischen Theaterakademie in München. Bis 2009 folgt eine Musicalrolle der nächsten.

[…]

Ella Endlich singt am 4. Oktober bei der Berlin Revue im Admiralspalast. Ihr Album „Da“ erscheint am 15. Oktober bei Teldec/Warner.

Gunda Bartels, Der Tagesspiegel, 27.09.2010

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Citizen Mag
http://citizenmag.citizenm.com/issue-03/summer-in-the-city/

The BrezelBar is a hidden bar in Kreuzberg in Berlin. Located just a block away from the Bergmanstrasse, the owner of the bar has set a very clear goal in life: making the best Brezels in town. Friendly service, a nice atmosphere and a wide range of brezels make it the perfect place for lunch or breakfast. Not to forget the Chesterfield sofa’s and the free Wi-Fi that is available. Be sure to ask for the stamps when you pay, because you will come back for more in the near future.

Edial Dekker, Citizen Mag, Sommer 2010

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Kitchenkreuzberg
http://kitchenkreuzberg.wordpress.com/2010/02/23/brezeln-und-schmokern-im-bergmannkiez-%E2%80%93-die-brezelbar-kreuzberg/

Angefangen hat alles mit einem Korb voller Brezeln. Diese Idee entwickelte sich weiter zu einer eigenen Backstube mit Brezelbar und Lesecafé, in dem nicht nur Brezeln, sondern auch überbackene Laugenstangen, Croissants und belegte Brötchen angeboten werden.

Brezelbar und Lesecafé

In rustikalem Ambiente mit Naturholztischen, Oldtimer-Ledersofas und Retro-Tapete kann man ganz gemütlich bei Gebäck und Kaffee seiner Lektüre frönen. Die passende Umgebung dazu liefert der bekannte und beliebte Bergmannkiez rund um die Bergmannstraße.

Kitchen Kreuzberg, 23.02.2010
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Draussen nur Kännchen
http://draussennurkaennchen.blogspot.com/2010/01/kaffeeklatsch-mal-gar-nicht-virtuell.html

Kaffeeklatsch (mal gar nicht virtuell)…
… gestern in Berlin!
Ganz ohne Kinder, dafür mit Tante Susanne :o). Mit einem köstlichen Mittagessen in der Brezel-Bar und einem Besuch auf dem schönen Friedhof bei winterlicher Umgebung.
Und 15:30 dann noch Kaffeetrinken bei Barcomis ;o) mit Frau Mutti und ihren zwei mitgereisten Freundinnen, Frau Rieger und Sonja, Frau Suppenklar und Frau Wollteufel und Frau Blümel mit ihrem entzückenden kleinen Hahn im Korb.Viel zu spät war ich wieder zu Hause (nachdem der eine Zug uns noch praktisch vor der Nase weggefahren war), müde und fertig, aber es war einfach klasse!
Vielen Dank für den schönen Tag!
Caro, Draussen nur Kännchen, 30.01.2010

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B.Z. – Ich & Berlin

Oren Dror, Café-Besitzer
Mein Heute

Um 7 Uhr stehe ich auf und frühstücke mit de Zeitung in der Hand. Danach gehe ich eine Runde mit dem Hund spazieren und öffne mein Café „Brezelbar“ in Kreuzberg. Bis zum Mittag muss ich Bürosachen erledigen und esse nur schnell nebenbei. Nachmittags stehe ich bis 20 Uhr selbst hinter der Theke. Den Feierabend genieße ich mit meinem Mitbewohner bei einem Bierchen. Um Mitternacht geht´s dann ins Bett.

B.Z., 02.01.2010 _____________________________________________________________________

Der Tagesspiegel
http://www.tagesspiegel.de/zeitung/die-bajuwarische-dreieinigkeit/1612496.html

Die bajuwarische Dreieinigkeit

Mit Bier, aber nicht ohne den nötigen Ernst: Die Küchenchefs Thomas Kurt (l.) und Peter Frühsammer (2.v.l.) mit ihren Mitstreitern im selbstlosen Einsatz an der bayerischen…

Unsere Testrunde probierte Weißwurst aus dem Berliner Handel – und riskierte auch einen Blick auf Senf und Brezel

In jeder Großstadt gibt es markante Punkte, die womöglich mehr über ihren eigentlichen Charakter aussagen als es Grundriss, Sehenswürdigkeiten oder eben Wahrzeichen vermögen. In Hamburg beispielsweise sind es die vielen Blumenläden, in Berlin fallen die unzähligen Apotheken und Bestattungsunternehmen ins Auge und München wird – naturgemäß, möchte man beinahe sagen – geprägt von seinen Metzgereien. Diese wiederum sind immer auch der Weißwurst verpflichtet – doch ein rein bayerisches Phänomen scheint sie die längste Zeit gewesen zu sein.

[…]

Bei den ebenfalls verkosteten Laugenbrezeln, die ja fast genauso gerne in die Mostrichkonfitüre gesenkt werden wie die Wurst selber, überragte das Exemplar aus der Kreuzberger „Brezelbar“. Ungefähr von Mannheimer Format – also so groß wie annähernd zwei Handflächen – verband die Lauge ideal mit einem leicht kuchigen Semmelkörper. Rösch und mit Buttrigkeit, dabei aber wesentlich dichter (und womöglich ein bisschen geschmacklich zu eng) ist die Brezel vom Ökobäcker Tillmann. Ihrer Hefelastigkeit wegen unterlag sie dann Sporys, der schwäbischen Bäckerei an einem Ausläufer der Rosenthaler Straße, die somit eine Bronzemedaille einheimste.

[…]

Thomas Platt, Der Tagesspiegel, 09.10.2009

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B.Z.
http://www.bz-berlin.de/archiv/aufgebrezelt-article405606.html

IN EINER GEMÜTLICHEN KREUZBERGER BAR VERKAUFT OREN DROR (30) SEIN TRENDIGES LAUGENGEBÄCK

Aufgebrezelt Erst Tel Aviv, dann Berlin und jetzt Brezeln. Vor neun Jahren zog Oren Dror (30) nach Deutschland, arbeitete in der Gastronomie. Dann verkaufte er Brezeln in Körben bei Großveranstaltungen. Das lief wie geschnitten Brot. Jetzt hat er seinen eigenen Laden in Kreuzberg.

In seiner „Brezelbar“ gibt’s Laugengebäck in allen Varianten: mit Käse, Sesam, Kürbiskernen, als Croissants. „Schon ab acht Uhr stehen die Kunden Schlange“, sagt Oren Dror. Auf Wunsch gibt’s auch eine Weißwurst dazu. Und die Brezeln sind nicht teuer, sie kosten zwischen 0,60 und 2 Euro.Die Nachfrage ist dermaßen groß, dass Herr Dror expandieren muss.Seinen aktuellen Laden wird er komplett zur Backstube umbauen, die neue Brezelbar mit Sofas und noch mehr Tischen entsteht um die Ecke, in der Friesenstraße 2. „Dann kann ich auch noch mehr Großkunden beliefern und im Laden ist mehr Platz,“ hofft Brezelmann Oren Dror.

Bis Mai: Arndtstraße 35, Kreuzberg, Mo.-Fr. 8-19 Uhr, Sa. 8-17 Uhr, So. 10-17 Uhr, Tel. 25 01 11 20.

Anuschka Schröder, B.Z., 24.03.2009 _____________________________________________________________________

030 Berlin
[Brezelbar]
Der Mann mit den Brezeln

Schon mit 15 beginnt Oren in Tel Aviv, wo er geboren und aufgewachsen ist, in der Gastronomie zu arbeiten. Er arbeitet immer mehr und mehr, das Gewerbe fasziniert ihn. So wie Berlin: In den Schulferien kommt er oft hierher, unter anderem wegen der Liebe. Er verliebt sich in die Stadt und beschließt, nach Berlin zu gehen. Irgendwann mal, für einige Monate. Aus den Monaten sind 10 Jahre geworden. Nach all der Zeit in der Gastronomie hat er 2003 genug vom Angestelltenverhältnis. „Ich bekam immer viel Lob, musste aber unter Chefs arbeiten, die total unfähig waren. Irgendwann dachte ich mir dann: Das kann ich besser!“ Er macht sich selbständig. Mit einem 2er-Golf und einem Brezelkorb. Samt Laugengebäck, das er anfangs noch vom Lieferanten bezieht, tourt er durch die Kneipen. Der Absatz steigt und steigt, Oren beschließt, selbst zu produzieren. Im Bergmannkiez verwandelt er 2007 einen gefliesten Raum mit Neonlicht in die stylische kleine Brezelbar. Warmes Rot an den Wänden, ein Kronleuchter an der Decke und natürlich: Körbeweise Laugengebäck. Warum er nicht Baggers verkaufe, fragen ihn viele, er sei doch schließlich Jude – und in Israel sind Baggers populär. „Ich bin ein Brezelmann!“, sagt er dann.

Lydia Brakebusch, 030, 16.04. 2009 _____________________________________________________________________

Zitty Berlin http://www.zitty.de/gastronomie/37717/

Brezelbar: Ich bin ein Brezelmann!

Pallim, Pallim. Die Tür fliegt auf und Oren Dror stürmt nach einem arbeitsreichen Tag herein, um kurz darauf hinter dem Tresen zu verschwinden. „Sorry, ich hab’ heute noch nichts gegessen!“ Zwei sichere Handgriffe: Einer in den Korb mit den Laugenbrötchen, einer zum Lautstärkeregel der Stereoanlage. Aretha Franklins „Respect“ schallt jetzt durch die kleine Bar, Oren trällert lauthals mit, während er sein Brötchen belegt:

„R.-E.-S.-P.-E.-C.-T.– Find out, what it means to me…“ Dann lässt er sich erschöpft auf einen der kleinen Holzstühle plumpsen und genießt die erste Mahlzeit des Tages. Nach sechs Jahren im Brezel-Business – kriegt man da überhaupt noch Laugengebäck runter? „Hey, ich liebe Brezeln! Und das hier sind die besten der Stadt!“ An Selbstbewusstsein mangelt es ihm nicht. Das ist einer der Gründe, warum aus dem Bauchladen-Brezelverkäufer ein Ladenbesitzer wurde.

Schon mit 15 beginnt Oren in Tel Aviv, wo er geboren und aufgewachsen ist, in der Gastronomie zu arbeiten. Er arbeitet immer mehr und mehr, das Gewerbe fasziniert ihn. So wie Berlin: In den Schulferien kommt er oft hier her, unter anderem wegen der Liebe. Er verliebt sich in die Stadt und beschließt, nach Berlin zu gehen. Irgendwann mal, für einige Monate. Aus den Monaten sind 10 Jahre geworden.

Nach all der Zeit in der Gastronomie hat er 2003 genug vom Angestelltenverhältnis. „Ich bekam immer viel Lob, musste aber unter Chefs arbeiten, die total unfähig waren. Irgendwann dachte ich mir dann: Das kann ich besser!“ Er macht sich selbstständig. Mit einem 2er-Golf und einem Brezelkorb. Samt Laugengebäck, das er anfangs noch von Lieferanten bezieht, tourt er durch die Kneipen. Der Absatz steigt und steigt, Oren beschließt, selbst zu produzieren. Im Bergmannkiez verwandelt er 2007 einen gefliesten Raum mit Neonlicht in die stylishe kleine Brezelbar. Warmes Rot an den Wänden, ein Kronleuchter an der Decke und natürlich: körbeweise Laugengebäck. Er beliefert Huxley’s, Zitadelle Spandau, 1.FC Union Berlin und ist Hauscaterer der Columbiahalle, während die Gäste in der Bar Käse- oder Körnerbrezeln essen und Wein trinken. Warum er nicht Bagels verkaufe, fragen ihn viele, er sei doch schließlich Jude – und in Israel sind Bagels populär. „Ich bin ein Brezelmann!“, sagt er dann. „Ich bleibe bei Brezeln.“

Lydia Brakebusch, Zitty Berlin, 12.03.2009 _____________________________________________________________________

BILD – Berlin und Umland geniessen

Ran and die Brezel

Wenn unterwegs der kleine Hunger kommt, hilft Oren Dror. Der 29-jährige gebürtige Israeli verkauft seit fünf Jahren knackige Brezeln auf Konzerten in der Columbiahalle, im Stadion von Union und in Berlins Strandbars.

Vor einem halben Jahr hat Oren aus seiner Backstube einen kleinen Laden gemacht. Hier wandern köstliche Brezel-Varianten über die Theke, zum Beispiel mit Besam oder Käse. Bei einer größeren Bestellung läuft der Ofen heiß und es duftet so gut, dass man wieder Hunger bekommt.

BILD, 11.04.2008 _____________________________________________________________________

Kiez und Kneipe

„… und dann war ich hier plötzlich zu Hause“

Peter S. Kaspar schaut Oren Dror beim Brezelbacken zu

Eigentlich sollte er ja das Busunternehmen seines Vaters in Tel Aviv übernehmen. Doch nun backt er Brezeln in der Brezelbar in Kreuzberg. Oren Dror ist 29, lebt seit acht Jahren in Berlin und baut gerade ganz behutsam ein Unternehmen auf. Neun Mitarbeiter hat er schon – und vor allem große Kunden. Er beliefert die Colum- biahalle, das Huxleys und die Alte Försterei, das Köpenicker Stadion des FC Union Berlin. Seit Anfang Oktober gibt’s nun die Brezeln auch im Direktverkauf am Produktionsort in der Arndtstraße.

Eigentlich ist Berlin ja so etwas wie eine Brezel-Diaspora. Während in Süddeutschland ein Frühstückstisch ohne frische Laugenbrezeln schlechterdings nicht vorstellbar ist, gelten die Teigschleifen in Berlin bestenfalls als Eventgebäck oder abendlicher Kneipensnack, wenn zu- fällig mal ein Brezelverkäufer vorbei kommt. Diese feinen regionalen Unterschiede waren Oren nicht klar, als er 1999 nach Berlin kam. Überhaupt landete er mehr oder minder zufällig, über Budapest kommend, in Berlin, fand es nett, wollte ein paar Monate bleiben. „Nach drei oder vier Jahren musste ich dann akzeptieren, dass ich hier zuhause bin.“

Zunächst lernte er Deutsch, dann jobbte er in Kneipen. Und dann begegnete er eines Tages der Brezel. Oren kam abends aus dem Theater raus, da stand ein Brezelverkäufer. Mit ihm kam er ins Gespräch und das brachte ihn auf die Idee. Nun begann er selbst mit dem Brezelverkauf. Zunächst in Kneipen. Er kaufte einen alten Golf und klapperte damit die Läden ab. Schnell kamen die Strandbars hinzu: Strandbar Mitte, Oststrand, Bundespressestrand. Das Brezelgeschäft lief prächtig, der Sommer ging zuende und das Brezelgeschäft brach zusammen. Dann bekam er einen Tipp, es doch mal mit der Columbiahalle zu versuchen. Das war vor viereinhalb Jahren. Und es kamen weitere Kunden dazu. Das Brezelgeschäft wurde nun saisonunabhängig.

Vor einem Jahr dann wurde Oren vom Brezelverkäufer zum Brezelproduzenten. „Ich bekomme bessere Ergebnisse, wenn ich selber backe und ich weiß, dass die Brezeln frisch sind“, erklärt er. In der Arndtstraße fand er die Räumlichkeiten. Seit Oktober gibt’s seine Brezeln in der Arndtstraße auch im Direktverkauf zwischen 11 und 16 Uhr. Einmal in der Stunde kommen sie direkt aus dem Ofen. Das bedeutet, dass die guten Stücke meistens noch warm sind, wenn sie der Kunde in die Hand gedrückt bekommt.

Er wolle ein großes Unternehmen aufbauen, eine Firma mit vielen Angestellten, gesteht er. Das ist umso bemerkenswerter, weil er ja zu Hause in Tel Aviv einfach ein großes Unternehmen übernehmen könnte. Doch Oren hat sich in den Kopf gesetzt, es selbst aus eigener Kraft zu schaffen. Und seine Familie? Ist da keiner sauer? Hinzu kommt ja durchaus auch die spezielle Situation, dass ein junger Israeli sich ausgerechnet in Deutschland eine Existenz aufbaut. Oren winkt ab: „Sie freuen sich, wenn es mir gut geht.“ Und einer freut sich sogar besonders. Orens Großvater stammt aus Hamburg, und der ist glücklich, dass nun einer in der Familie seine alte Muttersprache gelernt hat.

Peter S. Kaspar, Kiez und Kneipe, November 2007